Dilek Güngör, geboren am 5.8.1972 in Schwäbisch Gmünd. Nach dem Abitur studierte sie Übersetzen (Englisch und Spanisch) an der Universität Mainz (Standort Germersheim), später folgte Journalistik, ebenfalls an der Universität Mainz. Im Studienjahr 2003–2004 absolvierte sie ein Masterstudium im Bereich der „Race and Ethnic Studies“ an der University of Warwick (Großbritannien). Zwischen 1998 und 2003 arbeitete sie als Journalistin bei der „Berliner Zeitung“, wo sie bis heute als Gastautorin tätig ist, wie auch u. a. für die „Stuttgarter Zeitung“ und „Zeit online“. Ihre Glossen für die „Berliner Zeitung“ erschienen 2004 in Buchform unter dem Titel „Unter uns“. 2007 folgte ein zweiter Band mit ihren Kolumnen: „Ganz schön Deutsch. Meine türkische Familie und ich“ (2007). Bis 2020 war sie stellvertretende Chefredakteurin der Zeitschrift „Kulturaustausch“. 2007 debütierte sie als Romanautorin, im Jahr darauf trat sie als Librettistin in Erscheinung.
* 5. August 1972
von Elin Nesje Vestli
Essay
Im Zentrum des Werks von Dilek Güngörs steht die Beschäftigung mit dem Leben der zweiten und dritten deutsch-türkischen Generation, vor allem mit den inzwischen erwachsen gewordenen Kindern der ersten ‚Gastarbeiter:innen‘. Die Autorin erzählt über unterschwelligen, manchmal auch direkten Rassismus, über Ausgrenzung und Marginalisierung und darüber, wie diese Haltungen die Identitätsfindung erschweren. Gleichzeitig thematisiert sie ...